Stralsund 2050 - Themenschwerpunkt "Klima und Ernährung"

Wir sind es gewohnt, dass die Regale im Supermarkt voller Lebensmittel sind. Gelegentliche Dürre- oder Hungerkatastrophen, von denen wir aus den Nachrichten erfahren, betreffen uns nicht wirklich.

Doch in keinem Bereich unseres Lebens sind wir so sehr auf ein verlässliches Klima angewiesen wie bei der Erzeugung unserer Lebensmittel. Jede Pflanze - ob wir sie nun selber essen oder an Tiere verfüttern wollen - braucht Sonne, Wärme und Wasser zur rechten Zeit und in der richtigen Menge. Mit dem Klimawandel verändert sich u.a. der Wasserkreislauf der Erde; in manchen Regionen bzw. zu manchen Jahreszeiten wird es deutlich trockener - in anderen nasser. Das stellt die Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen.

Zugleich gehören die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelindustrie zu den treibenden Kräften beim Klimawandel. Bei der Rodung von Urwald zur Landgewinnung, beim Einsatz landwirtschaftliche Maschinen und beim Transport von Nahrungsmitteln rund um den Globus wird das Treibhausgas CO2 freigesetzt. Das von Kühen ausgestoßene Methan und das bei falscher Düngung freiwerdende Lachgas treiben ebenfalls den Klimawandel an.

Ist damit ein Teufelskreis in Gang gesetzt, in dem alles nur schlimmer wird? Wir denken NEIN - und wollen daher im Rahmen des Projekts "Stralsund 2050" gemeinsam mit Ihnen über eine zukunftsfähige Ernährung diskutieren und, wo nötig, Veränderungen initiieren.

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und Aktionen haben wir das Thema im Winterhalbjahr 2017/18 aufgegriffen. Daran haben sich insgesamt ca. 500 Menschen beteiligt.

Informieren Sie sich hier über einige Ergebnisse - und über die durchgeführten Veranstaltungen!

 

Initiative "Arbeitskreis Ernährung"

Der Arbeitskreis Ernährung wird die hier begonnene Arbeit fortsetzen - auch nach Ende des Projekts "Stralsund 2050". Der Arbeitskreis trifft sich ab März 2018 einmal monatlich.

Mehr Informationen und Kontakt: www.ernaehrungsrat-stralsund.de/

Handlungsbereichen/Aktionsideen für eine zukunftsfähige Ernährung in Stralsund

  1. Eine tragfähige Struktur schaffen
  2. Zugang zu nachhaltigen Lebensmitteln verbessern – Produktion & Handel fördern, z.B. regelmäßigen Erzeuger-Markt einrichten oder Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) einrichten
  3. Ernährung „bunter“ machen
  4. Nahrung für alle sichern, z.B. Obdachlosen & Armenküche / Büfett, Modelle wie SirPlus / foodbanks nutzen
  5. Gemeinsam lernen und Alternativen ausprobieren, z.B. gemeinsam „Reste“ verwerten, Koch-Gruppe für Allergiker
  6. Das Thema „nachhaltige Ernährung“ mit öffentlichen Aktionen sichtbar machen.

 

Idee "Stralsund-Holig"

Beim 5:00-Tee: "So isst Stralsund 2050" wurde u.a. die Idee "Stralsund-Honig" besprochen. Das würde bedeuten, dass StralsunderInnen gemeinsam imkern und gesunden Honig erzeugen. Die Bienen bestäuben Blütenpflanzen. Zur Förderung der Bienen wird die Stadt weiter begrünt, z.B. durch Blühflächen (anstatt Rasen) auf öffentlichen Grünanlagen und durch grüne Oasen in der Stadt (Hochbeete, Dach-, Terrassen-, Balkongärten, Blühpflanzen auf Bürgersteigen, Fassadenbegrünung). - - - Die Aktion trägt damit zu einer zukunftsfähigen Ernährung bei; sie fördert Gemeinschaft und Naturschutz und kann ggf. auch mit Interessen des Stadtmarketings verknüpft werden.

 

Folgende Veranstaltungen zum Thema "Klima und Ernährung" haben wir durchgeführt:

Das Foto zeigt einen Infostand des ANU-Projekts Stralsund 2050 zum Thema Ernährung im Rathaus der Hansestadt Stralsund.Das Foto zeigt einen Infostand des ANU-Projekts Stralsund 2050 zum Thema Ernährung im Rathaus der Hansestadt Stralsund.

Das Foto zeigt leckere Speisen vom transformativen Brunch der Transition Town Stralsund am 27.1.2018.Das Foto zeigt, was sich Teilnehmende am transformativen Brunch der Transition Town Stralsund für die Zukunft ihrer Stadt wünschen.

zurück zur Projektübersicht Stralsund 2050